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09.01 / Wohnüberbauung Freihof, Erlenbach

Wettbewerb, Dezember 2009

Planungsteam
Auftraggeber – Gianesi+Hofmann AG
Architektur – agps architecture ltd. /
Hanspeter Oester (PV), Reto Pfenninger (PV), Andreas Weiz (PL)
Landschaftsarchitektur – Nipkow Landschaftsarchitekten
Tragwerk – APT Ingenieure GmbH
Gebäudetechnik – Amstein + Walthert AG
Projektbeschrieb

Erlenhof

Die städtebauliche Gliederung der Anlage orientiert sich an der Bedeutung der zentralen Lage innerhalb Erlenbachs und beabsichtigt klare Beziehungen zwischen den verschiedenen Nutzungen und der Umgebung zu schaffen. Durch die Besetzung der Grundstücksränder und die in Höhe und Tiefe gestaffelte Volumetrie entsteht eine spezifische Figur. Diese vermag sowohl auf die heterogene Umgebung zu reagieren als auch das sockelartige Ladengeschoss auf selbstverständliche Weise einzubinden. 

In der Fuge zwischen Alt und Neu liegt die Wohn- und Einkaufsstrasse als räumlich gefasste Verlängerung der Bahnhofstrasse. Sie dient dem Zugang der Läden und als Adresse aller Wohnhäuser. Im Durchgang zum Innenhof liegt die Verbindung zur darunter liegenden Ladenpassage, die im Hof in Form der Belichtungsöffnungen in Erscheinung tritt.

Das Herzstück der neuen Anlage ist der zentrale Innenhof, der als Verteil- und Aufenthaltsraum funktioniert. Seine Öffnung Richtung Bahnhofstrasse nimmt die Parkingzufahrt auf und gewährt eine direkte Fussgängerverbindung zum Dorfzentrum. An der Südecke liegt eine zusätzliche Verbindung zur Seestrasse, der Busstation und dem Seeufer. Um die Dacheinschnitte des Ladengeschosses sind die Restaurantterasse, private Sitzplätze, eine Blumenwiese, Treffpunkte und Spielplätze als abwechslungsreiche Aufenthaltsbereiche für die Anwohner angeordnet. 

Der Gebäudewinkel mit den Seniorenwohnungen folgt dem Innenhof mit seinen südöstlich ausgerichteten Seiten. Er verfügt mit dem Haupteingang und dem Restaurant an der Schnittstelle von Hof und Bahnhofstrasse über einen Ort hoher Öffentlichkeit. Von hier erschliesst eine „rue intérieure“ alle Wohnungen und bietet den Bewohnern gleichzeitig eine gute Orientierung sowie mittels räumlichen Ausweitungen ruhige Nischen für gemeinschaftliche Aktivitäten. Die Wohnungen sind zweiseitig orientiert und stehen jeweils sowohl zum Innenhof wie zur peripheren Umgebung in Bezug. Eingezogene Loggien garantieren eine geschützte Privatsphäre und sorgen für Lärm abgewandte Lüftungsmöglichkeiten. 

Die Gebäude für den freitragenden Wohnungsbau orientieren sich mit ihren nach Südwesten blickenden Fassaden zum Innenhof. Entlang der Bahnhofstrasse befinden in den oberen Geschossen Wohnungen mit Fernsicht, an der Südseite der Anlage fasst der niedrigste Gebäudekörper den Hof und bildet ein angemessenes Gegenüber für die kleinmassstäblichen Nachbargebäude.